Barnim - 90 bedürftige Menschen bei kostenlosem Weihnachtsessen in Eberswalde

Fr 23.12.22 | 15:51 Uhr
Weihnachtsessen für Bedürftige Eberswalde
Audio: Antenne Brandenburg | 22.12.2022 | Marie Stumpf | Bild: rbb

Ente statt Gans: Weil alles teurer ist, musste beim kostenlosen Weihnachtsessen für Bedürftige in Eberswalde auf die Kosten geachtet werden. Das Essen stand lange auf der Kippe, Unternehmen mussten einsprigen. Einige Menschen waren zum ersten Mal da.

Zum bereits achten Mal gab es am Donnerstag das sogeannte große Weihnachtsessen für bedürftige Menschen in Eberswalde (Barnim). Von den insgesamt 200 Geladenen nahmen immerhin 90 an der Tafel von Gastronom Michael Otto Platz. Er hat das Essen organisiert.

Auch Ehrenamtliche waren dabei

Einer der Gäste war Sven Meyer. Er und seine Familie waren zum ersten Mal bei dem kostenlosen Weihnachtsessen in Eberswalde mit dabei. Wie viele andere, sei ein Restaurant-Besuch wegen der Inflation derzeit nicht drin: "Manchmal muss man vielleicht noch eine Hemmschwelle überwinden, um derartige Angebote auch mal nutzen zu wollen. Und heute war es so weit. Wir haben diese Gutscheine, die ich meine Kinder auch woher besorgt haben", sagte Meyer dem rbb.

Neben Bedürftigen waren auch Ehrenamtliche wie Manuela Berger und ihre Kollegin eingeladen: "Wir arbeiten im Dietrich-Bonhoeffer-Haus im brandenburgischen Viertel. Wir kochen da für unsere Schulkinder, und freuen uns, dass wir jetzt auch bekocht werden", so Berger.

Erstmals war auch der Weihnachtsmann in Eberswalde dabei. Manuela Bergers dreijähriger Enkel Tobias strahlte über das ganze Gesicht, als ihm Santa gleich mal einen Schokoladenweihnachtsmann in die Hand drückte.

Ente statt Gans

Lange stand das Essen auf der Kippe, "weil die Kosten doch gestiegen sind", wie Organisator Otto dem rbb sagte. "Wir können eben keine Gänsekeule mehr anbieten, sondern nur noch Ente, weil die Preise wirklich explodiert sind."

Finanziert werde die Veranstaltung üblicherweise komplett durch Spenden. In den vergangenen Jahren spendeten auch viele Privatpersonen. Doch in diesem Jahr sei es anders gewesen. Man habe bereits im Februar und März viele Spenden für die Ukraine gesammelt. "Die Leute sind jetzt auch irgendwo sicherlich auch satt, haben ihre eigenen Probleme und können halt auch nicht mehr so viel spenden", so Otto. So sind bei der Finanzierung nun Unternehmen aus der Region eingesprungen. Sehr zur Freunde der Gäste, die sich mit dem weihnachtlichen Mahl auf die Festtage einstimmen ließen.

Sendung: Antenne Brandenburg, 22.12.2022, 16:42 Uhr

Mit Material von Marie Stumpf

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