Fredi Bobic über mögliche Bierhoff-Nachfolge - "Ich fühle mich bei Hertha sauwohl"

Mi 07.12.22 | 14:15 Uhr
Herthas Geschäftsführer Sport Fredi Bobic (imago images/Matthias Koch)
Audio: rbb24 | 07.12.2022 | Lars Becker | Bild: imago images/Matthias Koch

Fredi Bobic gilt derzeit als heißer Favorit auf die Nachfolge von Oliver Bierhoff beim DFB. In einer Medienrunde bekennt sich Herthas Geschäftsführer Sport allerdings zu seinem aktuellen Job und spricht über den möglichen neuen Investor der Berliner.

Fredi Bobic über ...

… die Gerüchte um ihn als Bierhoff-Nachfolger beim DFB

Wenn da der eigene Name fällt, dann nimmt man das zur Kenntnis. Mehr aber auch nicht. Mein Fokus ist aktuell ein völlig anderer. Und egal, was jetzt passiert ist, muss sich der DFB erstmal darüber klar werden, was er eigentlich in Zukunft will und welches Profil er für den neuen Manager sucht. Das sollte geschehen, bevor wir über Personen sprechen.

Ich habe einen Job, in dem ich mich sauwohl fühle. Ich merke, wie sich die Dinge bei Hertha in eine positive Richtung drehen. Da steckt viel harte Arbeit dahinter. Die letzten drei Tage hatte ich mit 777 (Herthas möglicher neuer Investor, Anm. d. Red.) zu tun, die hier waren. Es ist auch mal schön, dass das keiner mitbekommen hat und der Laden ruhig geblieben ist. Das ist auch eine Weiterentwicklung. Ich hatte die letzten drei Tage also Vollprogramm und gar keinen Kopf für irgendwelche Geschichten, die sich um den DFB drehen.

… sein Interesse an einem Engagement beim DFB

Hypothetisch kann man sich immer viel vorstellen und im Fußball kann man nie etwas ausschließen. Am Ende des Tages weißt du nie, was passiert und wo es hinführt. Ich muss aber klar sagen, dass ich nicht erpicht darauf war, dass mein Name gefallen ist. Auf der einen Seite kann das natürlich eine Ehre sein und man kann stolz sein. Gerade der DFB und die Nationalmannschaft sind ja eine besondere Auszeichnung. Aber ich bin ja gar nicht auf der Suche nach einem Job gewesen und bin es auch aktuell nicht. Ich bin hier sehr zufrieden.

… den Anteil von Oliver Bierhoff am Misserfolg der Nationalmannschaft

Ich bin weit weg davon zu sagen, dass er der Schuldige ist. Am Ende des Tages müssen die Jungs auf dem Platz es machen. Er war eine lange Zeit dabei und davor ziehe ich den Hut. Das ist auch nicht so einfach und es gab auch goldene Zeiten. Im Sport zählen am Ende die Leistung und das Abschneiden. Und dann ist es eben knallhart. Trotzdem hat er über weite Strecken seinen Stempel hinterlassen und vieles bewegt.

… die Verhandlungen mit dem möglichen neuen Investor 777 Partners

Wir haben uns gegenseitig beschnuppert und sind auch in die Tiefe gegangen. Sie wollten viel von Hertha wissen und wir haben gezeigt, was wir alles machen und wie der Status quo ist. Umgekehrt wollten aber auch wir viel wissen. Es war ein sehr angenehmes Miteinander. Jetzt liegt der Ball auf der Seite von 777, um eine Vereinbarung mit unserem aktuellen Investor Tennor zu finden.

… das bevorstehende Winter-Transferfenster

Wir überlegen schon, was wir machen können. Vielleicht wird es eine Kleinigkeit geben, wo man sich verändern kann. Wir haben auch zwei oder drei Spieler, die überlegen, im Winter weiterzuziehen. Da stehe ich mit den Beratern in gutem Kontakt. Bei einem sind diese Überlegungen schon sehr weit.

Sendung: rbb24, 07.12.2022, 18 Uhr

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