Wörthersee-Cup - Hertha BSC verliert im Elfmeterschießen gegen 1860 München

Sa 19.11.22 | 18:25 Uhr
Herthas Nader El-Jindaoui am Ball. (Bild: IMAGO / GEPA pictures)
Audio: Antenne Brandenburg | 20.11.2022 | Ronald Schleif | Bild: IMAGO / GEPA pictures

Hertha BSC hat im Halbfinale des Wörthersee-Cups gegen Drittligist TSV 1860 München 6:7 (3:3) nach Elfmeterschießen verloren. Pechvogel war Deyovaisio Zeefuik, der den entscheidenden Elfmeter an die Latte donnerte. Hertha trifft damit am Sonntag im Spiel um Platz drei auf den Grazer AK.

Kanga trifft zum Ausgleich

Hertha-Trainer Sandro Schwarz gab in Klagenfurt vielen Spielern aus der zweiten Reihe eine Chance, sich von Beginn an zu präsentieren, darunter Philip Sprint im Tor, Sonny Ziemer, Vladimir Darida, Kevin-Prince Boateng und Nader El-Jindaoui, der sein Profi-Debüt im Dress der Blau-Weißen feierte.

1860 München fand zunächst besser in die Partie und kam vor allem durch ihren umtriebigen Offensivspieler Martin Kobylanski immer wieder zu gefährlichen Situationen. In der 20. Minute ging 1860 schließlich in Führung, als Kobylanski schön auf Vrenezi durchsteckte und der aus acht Metern Hertha-Keeper Sprint mit seinem Flachschuss keine Chance ließ. Es war so etwas wie der Wachmacher für die Hertha. Ejuke scheiterte danach schön freigespielt an 60-Torwart Hiller (25.) und Uremovic beförderte den folgenden Eckball an die Latte (26.). In der 40. Minute traf Hertha-Stürmer Wilfried Kanga dann eher zufällig zum 1:1, als Ejuke unfreiwillig mit der Hacke vorlegte.

Gegentor in der Nachspielzeit, Zeefuik vergibt entscheidend

Mit zehn neuen Hertha-Feldspielern ging es dann in den zweiten Spielabschnitt und dort sorgte in der 54. Minute ein Eigentor von Quirin Moll für die Führung der Berliner. Dodi Lukebakio hatte sich zuvor stark über die rechte Seite durchgesetzt. Hertha trat nun deutlich souveräner auf, während der Drittligist kaum noch in die Zweikämpfe kam. Doch die "60er" konnten ausgleichen, weil Herthas Keeper Sprint in der 72. Minute bei einem Freistoß nicht gut aussah und Fynn Lakenmacher zum 2:2 abstaubte.

Dem besten Mann auf dem Feld, Außenstürmer Dodi Lukebakio, war es dann vorbehalten per sehenwertem Schlenzer aus 16 Metern die 3:2-Führung für die Herthaner zu erzielen. Wer dachte, dass das die Entscheidung gewesen sei, der irrte. Mit der letzten Aktion des Spiels traf Lakenmacher (90.+3) zum 3:3-Endstand.

Im Elfmeterschießen vergab dann Zeefuik in der K.O.-Runde entscheidend für Hertha, weshalb am Ende eine 6:7-Niederlage zu Buche stand. Am Sonntag um 14 Uhr geht es somit für Hertha BSC im Spiel um Platz drei gegen den österreichischen Erstligisten Grazer AK.

Sendung: Antenne Brandenburg, 20.11.2022, 09:00 Uhr

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