Neue Warnampel soll gelten - Brandenburger Kabinett verlängert Corona-Regeln bis Ende Oktober

Di 27.09.22 | 15:35 Uhr
Symbolbild: Eine Frau trägt einen Mund-Nasen-Schutz (Quelle: dpa/Zacharie Scheurer)
Audio: Antenne Brandenburg | 26.09.2022 | Sabine Loeprick | Bild: dpa/Zacharie Scheurer

Vorerst bis Ende Oktober bleibt es in Brandenburg bei der Maskenpflicht in Bus und Bahn sowie in Gesundheitseinrichtungen. Die Corona-Schutzmaßnahmen wurden am Dienstag verlängert. Sollte sich die Lage zuspitzen, gilt zugleich eine neue Warnampel.

Brandenburg verlängert seine Corona-Schutzmaßnahmen bis Ende Oktober. Das Kabinett hat dafür am Dienstag eine neue Verordnung beschlossen. Sie soll vom 1. Oktober an bis zum 28. Oktober gelten, teilte die Staatskanzlei in Potsdam mit.

Änderungen im Vergleich zu den aktuell geltenden Corona-Regeln gebe es damit vorerst nicht. Im öffentlichen Personennahverkehr müssen weiterhin alle Fahrgäste ab sechs Jahren FFP2-Masken tragen.

Maskenpflicht weiterhin auch in Arztpraxen

Die Corona-Fallzahlen seien seit zwei Wochen leicht, aber kontinuierlich wieder im Anstieg, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne). In den Krankenhäusern sei die Lage noch überschaubar. Deshalb werde zunächst an den bisherigen Basisschutzmaßnahmen festgehalten. Die Corona-Pandemie sei noch nicht vorbei, auch wenn es im Alltag derzeit kaum Einschränkungen gebe.

"Damit das so bleibt, ist es sehr wichtig, dass alle Bürgerinnen und Bürger eigenverantwortlich handeln und gegenseitig Rücksicht nehmen", erklärte die Ministerin. Das Tragen einer Maske in öffentlich zugänglichen Räumen mit Publikumsverkehr sei eine einfache und gut erprobte Möglichkeit, sich selbst und andere vor Infektionen zu schützen.

Nach bundesweiten Vorgaben gilt auch im öffentlichen Fernverkehr weiter eine Maskenpflicht. Auch Patienten und Besucher in Arztpraxen und anderen Einrichtungen des Gesundheitswesens müssen FFP2-Masken tragen. Die Maskenpflicht und Testnachweispflicht für den Zutritt zu Krankenhäusern und vergleichbaren Einrichtungen sowie zu Pflegeeinrichtungen bleibt ebenfalls bestehen.

Kein Schwellenwert mehr für Sieben-Tage-Inzidenz

Ob in Brandenburg im Herbst und Winter schärfere Maßnahmen ergriffen werden müssen, soll sich an einer neuen Warnampel orienieren Künftig soll nur noch die Lage in Krankenhäusern Basis für die Entscheidung über schärfere Maßnahmen sein. Als ein Indikator der Warnampel ist die Zahl der Covid-19-Patienten in Krankenhäusern vorgesehen, wenn sie über 1.000 steigt. Derzeit werden 315 Menschen mit der Krankheit in Brandenburg stationär behandelt. Dazu kommt die Zahl neuer Krankenhauspatienten mit Covid-19 je 100.000 Einwohner in einer Woche, wo der Warnwert zwischen 7 und 10 statt bisher zwischen 3 und 6 liegen soll. Die Zahl lag am Montag bei 5,87.

Weiterer Indikator soll der Anteil freier Intensivbetten mit einem Warnwert zwischen 12 Prozent und 15 Prozent sein. Damit werde die Belastung der Intensivstationen unabhängig von der Erkrankung angegeben, sagte Ministeriumssprecher Dominik Lenz. Bisher wird der Anteil der mit Corona-Patienten belegten Intensivbetten ausgewiesen, der Warnwert liegt zwischen 10 und 20 Prozent.

Für die Sieben-Tage-Inzidenz soll es keinen Schwellenwert mehr geben, weil die Corona-Varianten unterschiedliche Krankheitsbelastungen hervorrufen.

Sendung: Antenne Brandenburg, 26.09.2022, 20 Uhr

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