Neue Regelung ab 30. Juni - Corona-Bürgertests sollen künftig drei Euro kosten

Fr 24.06.22 | 14:31 Uhr
Corona-Teststation in Berlin (Bild: dpa/imageBROKER/Schoening)
Audio: Antenne Brandenburg | 24.06.2022 | Bild: dpa/imageBROKER/Schoening

Die kostenlosen Corona-Bürgertests für alle sind bald Geschichte: Schon ab Donnerstag nächster Woche sollen die meisten Menschen nach Plänen des Gesundheitsministers drei Euro dafür bezahlen. Doch es soll Ausnahmen geben.

Auch im Sommer soll es weiter ein Angebot mit kostenlosen Corona-Schnelltests für Risikogruppen geben - für alle anderen sollen "Bürgertests" aber künftig drei Euro kosten. Das teilte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) am Freitag in Berlin nach einer entsprechenden Einigung in der Regierung auf eine neue Testverordnung mit. Diese soll ab Donnerstag kommender Woche (30. Juni) gelten.

Kostenlose Tests nur noch für gefährdete Gruppen

Er hätte kostenlose Bürgertests für alle gerne weitergeführt, sagte Lauterbach. Angesichts der Kosten von durchschnittlich einer Milliarde Euro pro Monat sei dies für den Bund in der angespannten Haushaltslage aber nicht mehr zu leisten. Das neue Konzept sehe nun bis Jahresende noch Ausgaben von 2,7 Milliarden Euro vor. Bei voller Übernahme wären Kosten von bis zu fünf Milliarden Euro zu erwarten gewesen.

Kostenlose Schnelltests sollen künftig weiter für gefährdete Gruppen möglich sein, darunter auch Kinder bis fünf Jahre, Frauen zu Beginn der Schwangerschaft und Besucher von Kliniken und Pflegeheimen. Die Länder hätten die Möglichkeit, die Eigenbeteiligung von drei Euro auch für weitere Gruppen zu übernehmen, so Lauterbach.

Sendung: radioeins, 24.06.2022, 14:00 Uhr

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