Forderung nach kleineren Klassen - Erneut Unterrichtsausfall wegen Warnstreiks an Berliner Schulen

Do 15.12.22 | 14:44 Uhr
Bei einer Demonstration der GEW Berlin auf dem Rosa-Luxemburg-Platz und einem ganztägigen Warnstreik von Lehrkräften fordert die Gewerkschaft einen Tarifvertrag zum Gesundheitsschutz mit verbindlichen Regelungen zu kleineren Klassen. Dafür ruft sie bereits zum siebenten mal zum Warnstreik auf. (Quelle: dpa/Jens Kalaene)
Audio: rbb24 Abendschau | 15.12.2022 | Bild: dpa/Jens Kalaene

Wegen eines Warnstreiks von Lehrkräften ist der Unterricht für viele Berliner Schüler am Donnerstag ausgefallen. Nach Angaben der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) beteiligten sich 2.500 Lehrerinnen und Lehrer, Sozialpädagogen und Schulpsychologen an dem ganztägigen Ausstand.

Die GEW wollte damit ihre Forderung nach kleineren Klassen und einem entsprechenden Tarifvertrag untermauern. Kleinere Klassen hätten nach Einschätzung der Gewerkschaft eine geringere Arbeitsbelastung und damit einen besseren Gesundheitsschutz für Lehrerinnen und Lehrer zur Folge. Auch die Kinder und Jugendlichen würden davon profitieren.

Berlin verweist auf die TdL

Die Gewerkschaft trägt ihr Anliegen schon seit eineinhalb Jahren vor und hat deswegen inzwischen sieben Warnstreiks organisiert. In Berlin gibt es rund 34.000 Lehrerinnen und Lehrer, viele davon sind Angestellte und dürfen anders als Beamte streiken.

Der Senat verweist darauf, dass Berlin der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) angehört. Ohne Zustimmung der Tarifgemeinschaft könne Berlin daher keine Tarifverhandlungen über die Klassengröße aufnehmen. Die TdL lehne solche Verhandlungen ab.

Sendung: rbb24 Abendschau, 15.12.2022, 19:30 Uhr

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