Starker Zulauf an Impfzentren - Tausende Berliner nutzen Feiertage für Corona-Impfung

So 26.12.21 | 16:46 Uhr
Impfwillige gehen im Impfzentrum am ehemaligen Flughafen Tegel über einen Gang. (Quelle: dpa/Paul Zinken)
Audio: Inforadio | 26.12.2021 | Sebastian Schöbel | Bild: dpa/Paul Zinken

Die Impfkampagne ist auch an Weihnachten weitergegangen: Die Impfzentren in Berlin waren laut DRK gut gefüllt, auch für zwischen den Jahren wurden bereits hunderte Termine gebucht. Eine wichtige Zielmarke der Impfkampagne ist bereits erreicht.

Viele Menschen in Berlin haben die Feiertage für eine Impfung gegen das Coronavirus genutzt.

Allein das Impfzentrum in Tegel hatte für den zweiten Weihnachtstag mehr als 3.000 Impfungen vereinbart, wie das Deutsche Rote Kreuz am Sonntag mitteilte. Vor allem am Vormittag sei der Andrang groß gewesen, sagte Karsten Hintzmann vom DRK-Landesverband der Nachrichtenagentur dpa.

Mehrere Tausend Impfungen an den Feiertagen

In der kommenden Woche seien in Tegel 3.000 bis 3.500 Impfungen täglich reserviert. Hinzu kämen "Walk-in-Gäste", hieß es. Die Kapazitäten dort liegen bei bis zu 4.600 Impfungen pro Tag. Für die Impfstellen mit jeweils etwa 1.000 möglichen Impfungen täglich liegen die Reservierungszahlen bei 550 bis 650.

An Heiligabend waren die Einrichtungen bis 14.00 Uhr geöffnet. An dem Tag zählten die Helferinnen und Helfer in Tegel knapp 1.500 Menschen für die Impfungen. Für das Impfzentrum Messe waren an dem Tag gut 1.000 zu Impfende angemeldet. Nur am ersten Weihnachtstag hatten die Zentren geschlossen.

Impfkampagne geht zwischen den Jahren weiter

Die Impfkampagne geht auch zwischen den Jahren weiter. "Wir gehen davon aus, dass auch zwischen den Jahren viele Menschen Impfungen, vor allem Booster-Impfungen, nachfragen werden", so Karsten Hintzmann. Die landeseigenen Impfzentren in der Messe, im ICC, im ehemaligen Flughafen Tegel haben geöffnet. Auch am 31.12. wird hier überall von 9 bis 14 Uhr geimpft.

Das gilt auch für die Impfstellen in den Einkaufszentren Alexa, Ringcenter I, Linden-Center und in den Schönhauser Allee Arcaden, sowie im Rathaus-Center Pankow, im Freizeitforum Marzahn, in den Spandau Arcaden, im Ikea Tempelhof und an der Trabrennbahn Karlshorst.

Der Präsident des Berliner DRK, der CDU-Politiker Mario Czaja, sagte am Samstag im rbb, in den Impfzentren und Impfstellen der Hauptstadt sei "genügend Impfstoff vorhanden".

Für Unter-30-Jährige werde das Präparat von Biontech/Pfizer angeboten, für Menschen ab 30 Jahren das Vakzin von Moderna. Sich die Impfung zu holen sei nicht schwer, so Czaja weiter.

Marke von 30 Millionen Impfungen bis Jahresende erreicht

Derweil wurde das von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) Mitte November ausgerufene Ziel von insgesamt 30 Millionen Impfungen bis zum Jahresende erreicht. Die Marke wurde am Sonntag überschritten, wie Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) der Deutschen Presse-Agentur sagte. "Wir haben jetzt ein wichtiges Zwischenziel erreicht. Darauf können wir alle stolz sein." Ein Jahr nach dem offiziellen Start der Impfkampagne gegen das Coronavirus am 27. Dezember 2020 sind in Deutschland insgesamt knapp 147 Millionen Dosen verabreicht worden.

Lauterbach dankte den impfenden Ärztinnen und Ärzten, aber auch den Geimpften. "Sie haben damit sich selbst und der Gesellschaft einen großen Dienst erwiesen." Er appellierte an alle, jetzt mit hohem Tempo weiterzumachen. "Wir gehen in die zweite Runde. Es ist unser Ziel, die Booster-Kampagne über die nächsten Wochen mit so hoher Geschwindigkeit fortzusetzen, dass wir damit die Zahl der Krankenhauseinweisungen wegen der Omikron-Variante deutlich reduzieren können."

Ziel von 80-prozentiger Impfquote verschoben

Von den nun mehr als 30 Millionen Impfungen seit dem 18. November sind etwas mehr als fünf Millionen Erst- und Zweitimpfungen und knapp 25 Millionen Booster-Impfungen. Bis Ende Januar will Scholz 30 Millionen weitere Impfungen erreichen. Bis zu diesem Zeitpunkt sollen dann vier von fünf Menschen in Deutschland mindestens einmal gegen Corona geimpft sein.

Das ursprüngliche Ziel, mindestens 80 Prozent der Bürger bis Jahresende mindestens einmal zu impfen, wird jedoch verfehlt werden. "Die Regierung strebt an, bis Ende Januar eine Impfquote von 80 Prozent zu erreichen", sagte ein Regierungssprecher am Sonntag der dpa auf Anfrage.

Sendung: Inforadio, 17:00 Uhr, 26.12.2021

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