Sarah Connor, Silbermond, Revolverheld - Popstars geben am Sonntag Friedenskonzert vor dem Brandenburger Tor

Sa 19.03.22 | 12:31 Uhr
Das Brandenburger Tor wird in den Farben der Ukrainischen Flagge angestrahlt. (Quelle: dpa/Christophe Gateau)
Bild: dpa/Christophe Gateau

Sarah Connor, Adel Tawil, Peter Maffay, Silbermond, Revolverheld: Das Who's Who der deutschen Popszene zieht am Sonntag vors Brandenburger Tor - aus Protest gegen den Krieg in der Ukraine. Laut Konzert-Veranstalter ist das Interesse der Kulturbranche riesig.

Mehrere deutsche Pop-Künstlerinnen und -Künstler spielen ab Sonntagmittag in Berlin für den Frieden. Vor dem Brandenburger Tor findet unter dem Motto "Beendet den Krieg" eine Kundgebung statt, bei der Künstlerinnen und Künstler ein Zeichen gegen den Krieg in der Ukraine setzen wollen. Die Veranstaltung soll bis in den späten Abend andauern.

Veranstalter Johannes Megow berichtete am Freitag im rbb, dass zwar kein großer Veranstalter mit im Boot sei, aber dafür "die komplette Kulturbranche". "Wir haben die besten der Besten", so Megow weiter. Die Lage sei absolut dynamisch, sagt Megow weiter. Sie könnten sich vor Anfragen kaum retten.

Ziel von "Sound of Peace" ist nach Angaben Megows, auf die prekäre Lage der Ukraine und die vielen Menschen, die ihre Heimat - weltweit - verlassen müssen, aufmerksam zu machen. Man wolle aber über das Zeichen für Demokratie und Menschenrechte hinaus viele Spenden zu sammeln, um die Opfer des Krieges in der Ukraine zu unterstützen.

Spenden für die Ukraine

  • Spendenaufruf des Veranstalters

Der rbb ist mit Fernsehen und Radio live dabei

Die Veranstaltung eröffnen werde die Indie-Pop-Band Fortuna Ehrenfeld, berichtet Veranstalter Johannes Megow. Auf der Bühne stehen werden unter anderem Sportfreunde Stiller, Sarah Connor, Mia, Joris, Adel Tawil, Peter Maffay, Bela B, Revolverheld und Michael Patrick Kelly auf. Los geht es am Mittag.

Kulturschaffende setzen Zeichen für den Frieden

Kulturstaatsministerin Claudia Roth kündigte ihre Unterstützung an. "Kultur für den Frieden - und gegen die Aggression des Putin-Regimes, Solidarität mit der Ukraine, aber auch mit den vielen Menschen in Russland, gerade aus Kunst, Kultur und Medien, die den Mut haben, sich gegen den Krieg zu wenden und für den Frieden einzutreten - all diese Ziele unterstütze ich aus ganzem Herzen", schrieb die Grünen-Politikerin in einem Brief an die Veranstalter. "Der kulturelle Raum ist der Raum, in dem wir uns als Menschen treffen und neue Formen des Zusammenlebens suchen", schrieb Roth. "Für Boykotte, Rassismus und Diskriminierung ist dort kein Platz."

Die Idee soll in alle Welt

Johannes Strate, Sänger von Revolverheld, sagte der Deutschen Presse-Agentur, Musik könne "immer eine Stimme sein, Protest zu formulieren, aber auch Zusammenhalt zu schaffen und die Herzen zu füllen." Das Leben sei seit ein paar Wochen nicht mehr dasselbe. "Man schaltet morgens verängstigt in die Nachrichten, was in der Nacht wieder Fürchterliches passiert ist. Darum haben wir auch keine Sekunde gezögert, als der "Sound of Peace"-Gedanke aufkam. Ich hoffe, dass wir am Sonntag ein schönes Zeichen für Frieden und Liebe setzen."

Zusätzlich zur Kundgebung vor dem Brandenburger Tor am Sonntag ruft "Sound of Peace" Kulturschaffende aus aller Welt dazu auf, sich an der Bewegung zu beteiligen und ebenfalls Veranstaltungen zu organisieren. Dazu heißt es auf der Website, man brauche dringender denn je ein "internationales Zeichen der Hoffnung und Solidarität."

rbb überträgt im Hörfunk und Fernsehen

rbb 88.8 ist den ganzen Tag vor Ort und von 17 bis ca. 23 Uhr live auf Sendung. Auch das rbb-Fernsehen zeigt die Veranstaltung "Sound of Peace" ab 20:15 live. Bis 23 Uhr sind Beiträge von Natalia Klitschko, Silbermond, Oliver Kalkofe, Philipp Poisel und Gentleman geplant. Die Fernsehübertragung wird von Sascha Hingst und Eva-Maria Lemke moderiert. Neben den musikalischen Darbietungen gibt es Gespräche und Informationen zu Hilfsangeboten für die Menschen aus der Ukraine.

Sendung: Radioeins, 18.03.2022, 08:40 Uhr

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